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Hupoly Lücke

Nachzuchtbericht HUPOLY 434866 am 13.07.2006

 

Am 13.07.2006 wurde von Herrn Heinzler von der Rinderunion Baden-Württemberg (RBW) eine Nachzuchtbesichtigung des Bullen Hupoly organisiert. An der Tour nahmen neben der Spermex und Josef Berchtold von der Rinderzucht Braunvieh Zuchtverantwortliche aus Österreich, Italien, der Schweiz und Bayern teil. Hupoly ist ein Hussli-Sohn aus der Monopoly-Tochter Prinzess, die wiederum als Embryo aus den USA importiert wurde und von der bekannten Emory-Present abstammt.

Es konnte während der Tour die stattliche Zahl von 19 Hupoly-Töchtern auf 15 Betrieben angeschaut werden, die insgesamt ein sehr uniformes Erscheinungsbild hatten und somit Auskunft über die Vererbungsschwerpunkte des Bullen geben konnten.

Die besichtigten Hupoly-Töchter waren 2-6 Monate in Milch und hatten ein durchschnittliches Erstkalbealter von knapp 28 Monaten. Sie präsentierten sich in der Kreuzhöhe eher knapp, zeigten aber fast durchgehend genügend Rippe und Stärke in der Vorhand. Vereinzelt fiel eine lockere Schulter auf. Die Oberlinie war Hussli-typisch nicht immer ganz korrekt. Besonders positiv hervorzuheben sind die leicht abfallenden Becken und die trockenen Fundamente. Der Umdreher war von 2 Kühen abgesehen immer ideal platziert. Die Hinterbeinwinkelung war von Ausnahmen abgesehen sehr korrekt und die Sprunggelenke trocken.  Eine ganz deutliche Verbesserung brachte Hupoly gegenüber den besichtigten Müttern in der Fessel und in der Trachtenhöhe – sicherlich das Prunkstück im Vererbungsmuster. Die Euter waren überwiegend hoch angesetzt und mit einem guten Zentralband versehen, das sich erst im Hintereuterbereich etwas verlor. Die Hintereuter hätten durchaus noch etwas höher und breiter angesetzt sein können, während die Voreuter größtenteils lang genug waren. Sehr positiv fiel die Eutertextur auf, was sich auch im Melkverhalten ausdrückte: Fast ausnahmslos waren die Euter sehr gut auszumelken und machten nach Aussage der Züchter keine Probleme in der Melkbarkeit und in der Eutergesundheit. Die Zitzen waren ideal in der Länge und in der Ausprägung. Die Strichstellung hinten wird auf der linearen Beschreibung mit Tendenz nach außen angegeben, dies war bei den besichtigten Hupoly-Töchtern aber nur zweimal zu sehen.

Die Betriebsleiter zeigten sich sehr zufrieden mit den unkomplizierten und äußerst funktionellen Hupoly-Töchtern. So warten zwei Züchter nur noch die Zuchtwertschätzung im August ab, alle anderen besamen schon jetzt wieder mit Hupoly in ihrer Herde.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich Hupoly mit der neuen Schätzung weiterentwickelt. Die Persistenz scheint eher gut zu sein, beim Eiweißgehalt müssen erst die neuen Zahlen abgewartet werden. Anhand der gesehenen Töchter können wir Hupoly wie folgt zum Einsatz empfehlen:

In Reinzucht auf großrahmige, schliffige Kühe mit guter Hintereuterausprägung zur Verbesserung der Funktionalität, der Fundamente, der Euteraufhängung und der Zitzen. In der Kreuzungsbesamung auf Holsteinkühe sollten die besonderen Vorzüge von Hupoly am besten zur Geltung kommen und die Schwachpunkte ausgeglichen werden. Bei Rotvieh könnte Hupoly vor allem die Fesselschwäche und das lose Zentralband verbessern, müsste allerdings je nach Größe der Kühe gezielt eingesetzt werden. Auf Jerseykühe dürfte sich Hupoly dagegen weniger eignen.

 

 

 

 Hupoly daughter DE 08 12588299

  In focus: Hupoly daughters