
Das auffälligste an Leoni (V: Morwel) sind die durchschnittlich 4,11 % Eiweiß bei gut 60.000 kg Lebensleistung. Sechs Söhne dieser mit 9-8-9-8 bewerteten Ausnahmekuh durchliefen die Prüfung, unter anderem der Strovanna-Sohn Aleon und der Lotarry-Sohn Leon. Allen Söhnen Leonis gemeinsam sind eine überdurchschnittliche Eutervererbung und die Eiweißstärke ihrer Töchter. Auch Leon passt in dieses Bild. Am 07. Juni 2006 wurden 6 Töchter aus dem Prüfeinsatz des Bullen in ihren Betrieben zwischen Ulm und Ostalb besichtigt. Fünf der Töchter entstammen kleineren Betrieben mit Anbindehaltung. Alle Töchter befinden sich am Ende ihrer Laktation, daher sind die körperhaften Tiere gut bemuskelt. Eine erste besichtigte Tochter hat bereits eine abgeschlossene Laktationsleistung von 7.097 kg, die 100-Tage Leistungen der fünf anderen Tiere liegen zwischen 2.252 kg und 2.520 kg, wobei ihre aktuellen Probemelken für Persistenz in der Milchleistung sprechen. Die beschriebene Rumpftiefe der Leon-Töchter konnte eindeutig beobachtet werden, außerdem fallen die Tiere durch ihre breite Hüfte und das korrekt gelagerte Becken auf, wobei zum Teil ein hoher Schwanzansatz feststellbar ist. Haltungsbedingt ist bei zwei Töchtern eine lockere Schulter zu sehen.Auffälligste Gemeinsamkeit der Töchter ist das korrekte Fundament mit hoher Klauentracht, straffer Fesselung und etwas mehr Winkel im klar ausgeprägten Sprunggelenk.  | Die durchwegs guten Euter der Tiere haben zum Teil ein undeutliches Zentralband, gleichen dies durch eine korrekte Platzierung der tendenziell etwas feineren Striche unter den Vierteln wieder aus. Aufgrund seines Pedigrees hat Leon nur einen etwas unterdurchschnittlichen Zuchtwert für Melkbarkeit von aktuell 96 Punkten, alle Landwirte zeigen sich mit den Melkeigenschaften ihrer Leon-Töchter sehr zufrieden. Der Bulle ist mit einem paternalen Kalbeverlauf von 119 geeignet für den Einsatz auf Kalbinnen, des Weiteren kann er auch für den Einsatz auf Holstein Kühe in Betracht gezogen werden. | Leon-Tochter Gazelle | | |