
Die Kombination Regio x Romen hat sich vielfach bewährt, so auch bei dem Bullen Idiom 10/176663. Idiom wurde im April 2004 von Josef Fisch in Schörgendorf, Zuchtverband Niederbayern für die EUSEMA-Stationen angekauft. Seit der Zuchtwertschätzung im Mai 2008 ist der Bulle im Besamungseinsatz und wird auch im Zuchtprogramm als Bullenvater breit eingesetzt. Mit GZW 129, Milchwert 127, Fleischwert 105 bzw. einem Fitnesszuchtwert von 109 überzeugt der Bulle durch sein ausgeglichenes Vererbungsbild. Besonders hervorzuheben ist sein Zuchtwert für die Milchmenge von + 1.253 kg. Bei den absoluten Leistungen fällt auf, dass die Idiom-Töchter bei den ersten Probemelkergebnissen nicht extrem einsetzen, aber eine sehr gute Persistenz zeigen. Mittlerweile liegen 63 100-Tageleistungen mit 2.374 kg Milch bei 4,07 % Fett und 3,19 % Eiweiß in einem relativ niedrigen Herdenniveau von 6.574 kg vor. Bei einer Nachzuchttour am 13. Juni 2008 wurden 12 Idiom-Töchter in 9 niederbayerischen Betrieben von Vertretern der EUSEMA-Stationen besichtigt. Das Herdenniveau der Betriebe lag zwischen 5.800 kg und 7.700 kg. 7 Töchter standen in Anbinde- bzw. 5 in Laufställen. Die Einsatzleistungen schwankten zwischen 20,8 kg und 29,3 kg. Bezüglich des Exterieurs bestätigten die besichtigten Töchter sehr gut das Ergebnis der Nachzuchtbewertung. Die mittelrahmigen, eleganten Tiere mit korrekter Oberlinie zeigten teils etwas weniger Rumpftiefe und eine durchschnittliche Bemuskelung. Beim Fundament überzeugte die optimale Sprunggelenkswinkelung mit gelegentlich etwas volleren Sprunggelenken, zum Teil auch haltungsbedingt. Sowohl die Fesseln als auch die Trachten der Idiom-Töchter waren in Ordnung. Der Schwerpunkt bezüglich des Exterieurs liegt in der Eutervererbung mit einem Zuchtwert von 128, der durch die besichtigten Töchter voll bestätigt werden konnte. Die sehr drüsigen Euter waren durchweg sehr straff angesetzt mit gutem Übergang der weit nach vorn reichenden Baucheuter in die Bauchdecke. Für den Halt der Euter auch bei mehreren Laktationen spricht auch die deutliche Ausprägung des Zentralbandes. Strichlänge und –dicke lagen unter dem Durchschnitt, waren jedoch bei keiner der besichtigten Kühe extrem, so dass die Melkarbeit beeinträchtigt gewesen wäre. Dazu trägt auch die sehr korrekte Platzierung der vorderen Striche, mittig unter den Vordervierteln bei. Außerdem weist die Stellung der hinteren Striche nach innen und liegt im optimalen Bereich. Im Exterieur überzeugten die Idiom-Töchter durch ein sehr einheitliches Vererbungsbild. In Verbindung mit der hohen Milchmengenvererbung und den positiven Fitnesszuchtwerten bei den Merkmalen Persistenz (106), Zellzahl (111) und Melkbarkeit (106) kann Idiom als Allroundvererber bezeichnet werden. (vielen Dank für den Bericht an LOR Josef Tischler) |