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17.08.2010 16:33
Zuchtwertschätzung August 2010

Vanstein neue Nummer 1

Wagut bester Newcomer

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17.08.2010 11:48
Zuchtwertschätzung August BRAUNVIEH

Prohuvo weiter an der Spitze!

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PAYSSLI Nachzuchttour

Freitag den 20. August 2010

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Dairy Event - Birmingham UK

7.-8. September 2010

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Home / Zuchtwerte / Fleckvieh
 

Sehr geehrte Fleckviehzüchter/innen,

 

Seit der letzten Zuchtwertschätzung im November sind 5 Monate vergangen. Entsprechend des großen Datenzuwachses fällt die laufende Basisanpassung deutlicher aus, als in bisherigen Schätzungen. Sie führt zu einer Minderung des Gesamtzuchtwertes (GZW) um 1,5 Punkte und im Milchwertes (MW) 1,5 Punkte.

In der aktuellen Schätzung fehlt erneut der Index für die paternale Fruchtbarkeit. Seit der letzten Zuchtwertschätzung im November 2008 wurde intensiv an den offenen Fragen zum zukünftigen Befruchtungswert gearbeitet. Aufgrund dieser Arbeiten wurde das im November verwendete Modell abgeändert und ein neuerlicher Testlauf den Zuchtorganisationen zugesandt. Bis zur Klärung von noch offenen Fragen zu den Ergebnissen dieses Testlaufes wurde von einer Veröffentlichung des paternalen Befruchtungswertes zum jetzigen Zeitpunkt in Deutschland abgesehen.

 

 

 DIONYSOS HB. 10/172442

Während die bewährten Vererber größtenteils die Zuchtwerte bestätigen können, bringen erste Dionis-Söhne frisches Blut in die Topliste. Bereits auf den Schauen im Winter und Vorfrühling konnten die Nachzuchten der Newcomer Dionysos *TA (MV: Romel) und Diport (MV: Report) gezeigt werden.

Dionysos *TA (GZW 130) und sein Vollbruder Diderot *TA (GZW 134) stammen aus der Romel-Tochter Liro vom Zuchtbetrieb Paul Fischer in Pfettrach. Liro ist bereits prämiert und von ihr stammt der ebenfalls neu in der Liste erscheinende Streller-Sohn Strellas (GZW 123), der neben sehr guten Fitnessmerkmalen vor allem mit Fundament (120) und Euter (115) punkten kann. Diderot-Töchter sind mittelrahmige (102), eher umsatzbetonte (Bemusklung 94) Tiere mit durchschnittlichem Fundament (100) und sehr ansprechenden Eutern (121). Bei einer Milchzuchtwert von +848 kg ist vor allem das sehr moderne Fett:Eiweiß Verhältnis interessant. Vollbruder Dionysos bringt einen ähnlichen Typ, seine Töchter sind ebenfalls mittelrahmig (107), umsatzbetont (97) mit gutem Fundament (106) und sogar noch besserer Euterverberung (124). In der Milchmenge hat er mit +1.055 kg einen Vorteil, allerdings sind die Inhaltsstoffe etwas knapper. Die auf der GFN-Schau in Landshut ausgestellte Gruppe von 5 Dionysos-Töchtern präsentierte sich im Typ nicht ganz einheitlich mit sowohl umsatzbetonten als auch im klassischen Doppelnutzungstyp stehenden Kühen. Die Becken waren normal bis stärker geneigt. Die Sprunggelenke waren trocken, die Hinterbeinstellung tendierte zu etwas mehr Winkelung. Auffallend waren die korrekten Fesseln und Trachten in Verbindung mit einer guten Bewegung der Dinoysos-Töchter im Schauring. Die Euter waren überwiegend hoch und fest aufgehängt und sehr drüsig. Strichlänge und -plazierung waren korrekt. Bei der Anpaarung sollte auf genügend Substanz, insbesondere Rumpftiefe geachtet werden.

Mit Dextro (GZW 129, MV: Weinox) verspricht ein weiterer in der gezielten Paarung eingesetzter Dionis-Sohn hohe Milchleistung (+1.093 kg), bei knappen Inhaltsstoffen aber sehr guter Melkbarkeit. Das Exterieur ist ohne Fehl und Tadel, Glanzpunkt auch hier die Eutervererbung (120), seine Töchter sind mittelrahmig (108), gut bemuskelt (108) und mit durchschnittlichem Fundament ausgestattet (104).

Die RBW zeigte im März auf ihrer Schau eine Diport-Nachzuchtgruppe. Er erscheint nun zwar nur mit GZW 119 in der Liste, ist aber mit sehr guter Leistungsbereitsschaft (+1.062kg) bei sehr knapper Inhaltsstoffvererbung als Paarungspartner für Tiere mit knapperer Milchleistung interessant. Mit Kalbeverlauf 114 kann er auch für den Einsatz auf Kalbinnen in Betracht gezogen werden. Die in Ilshofen vorgestellten Töchter sind lang, gut bemuskelt und zeigen ein jugendliches Entwicklungspotenzial bei feinem Knochenbau. Die Euter sind gut platziert bei guten Zentralbändern und schönen Schenkeleuterkörpern bei unterdurchschnittlichem Vordereuter. Seine Exterieurzuchtwerte können Bemusklung (99) und Rahmen (100) der ausgestellten Gruppe nicht ganz wiedergeben, die im Gesamtbild gute Eutervererbung (112) sowie das ansprechende Fundament (107) entsprechen den Erwartungen.

Da Capo (GZW 122, MV: Romen) rundet als aktuell extieurstärkster Dionis-Newcomer das Angebot ab, und mit dem Einsatz von des kalbinnentauglichen Dimension Pp (GZW 113, MV: Radon) sind rechnerisch 50 % hornlose Nachkommen zu erwarten.

 

 

 MANTUA - 482

Neu als Bullenvater im bayerischen Zuchtprogramm eingesetzt wird der Mandl-Sohn Mantua (GZW 126, MV: Report). Er zeigt ein sehr ausgeglichenes Vererbungsprofil und kann als Allrounder mit ansprechender Milchleistung (+854 kg) vielseitig verwendet werden. Auch von ihm wurde eine viel beachtete Tochtergruppe in Landshut, auf der GFN-Schau gezeigt. Es handelte sich um gut mittelrahmige, elegante Kühe mit genügend Substanz. Auffallend waren die sehr harmonischen Übergänge im Körper. Im Hinterbein zeigte sich die Tendenz zu etwas mehr Winkelung und die Sprunggelenke waren nicht immer ganz klar. Die Bewegung der Mantua-Töchter im Ring war gut und die Fesseln korrekt, die Trachten hätten jedoch höher sein können. Besonders hervorzuheben waren die sehr lebhaften, gut beaderten Euter, die insgesamt hoch und vor allem im Voreuter sehr lang und fest aufgehängt waren. Strichlänge und -plazierung waren äußerst korrekt. Die bereits eingesetzten Mandl-Söhne Mandor (MV: Stresor, GZW: 128) und Mandor (MV: Randy, GZW 125) können im Rahmen der Abschreibung ihre Zuchtwerte halten.

 


 ENDO HB. 10/169679

Mit dem Prädikat Bullenvater wird auch Endo (MV: Hucki, GZW 137) ausgezeichnet. Der Engadin-Sohn entwickelte sich seit der letzten Schätzung im November überraschend positiv, er verbesserte sich im Milchwert um ganze 11 Punkte, im GZW um 9 Punkte und im Euter um 5 Punkte. Der Bulle stammt aus einer langlebigen Kuhlinie mit der seltenen Muttersvaterkombination Hucki x Diskostar. Mit Milchwert 125, Fleischwert 120 und Fitness 118 ist der Bulle ein Doppelnutzungsvererber der Extraklasse. Das Exterieur kann sich mit Rahmen 99, Bemusklung 115, Fundament 111 und Euter 101 sehen lassen. Obwohl der Eutergesamtzuchtwert nur 101 beträgt sind die Einzelmerkmale größtenteils positiv. Endo-Töchter verfügen über lange Voreuter, deren Aufhängung durchschnittlich am Übergang zum Bauch ist, aber die kürzeren Schenkeleuter werden durch ein gutes Zentralband gehalten. Die Euter

sind entsprechend der hohen Milchleistung (+1.224 kg) mit etwas mehr Volumen ausgestattet, die kurzen, dünnen Striche sind aber korrekt platziert und gestellt. Auch Mirco (MV: Renner, GZW 123) ein Mister-Sohn mit überragenden absoluten Leistungen und hoher Milchmengenverberung (+1.178 kg) wird neu als Bullenvater Verwendung finden.

 

 

RATGEBER

Unter den seit dem letzten Jahr eingesetzten Bullen entwickelt sich Imposium (GZW 139) zu einem Fitnessvererber, er verliert zwar 2 Punkte im Milchwert, kann das aber durch + 2 Punkte in der Fitness gut ausgleichen. Den höchsten Milchwert kombiniert mit gutem Exterieur bringt der stark nachgefragte Resolut (GZW 136, -1). Linienalternative und Kalbinnenbulle Narr (GZW 133, -4) konnte seine Werte nicht ganz halten, ein Zuwachs von 30 Töchtern in der Exterieurbewertung festigt allerdings seine überragende Eignung zur Verbesserung von Fundament (123) und Euter (115) deutlich.

Manitoba (GZW 141, -2), Mandela (GZW135, -1) und Round up (GZW 133, -3) sind weiterhin in der Verfügbarkeit eingeschränkt. Dagegen ist Ratgeber (GZW 137, -1) endlich wieder uneingeschränkt lieferbar, von ihm sind jetzt bereits 41 Töchter aus dem Prüfeinsatz mit der 3.Laktionen fertig, im Schnitt liegen sie mehr als 500 kg über dem Herdenlevel: 7.870 kg 4,05 % Fett und 3,61 % Eiweiß.

 

Rureif (GZW 143, +/- 0), Ruegen (GZW 132, -1) und Rustico (GZW 123, -4) bleiben weiterhin in der Empfehlung. Auch die Regio-Söhne Ilion (GZW 132, -3), Imo (GZW 131, +/- 0), Inder (GZW 127, -5) Indigo (GZW 127, +1), Import (GZW 125 +/- 0), Iro (GZW 125, -3) und Inhof (GZW 124, +1) sind weiterhin in unterschiedlichen Gebieten im Einsatz. Als einzig interessante Hippo-Söhne halten sich History (GZW 130, +/- 0) und Holzmichl (GZW 127, -1) gut in der Liste. Ralmesbach PS festigt (GZW 129, +/- 0) sich als milchleistungssicherer hornlos Vererber. Während Humid (GZW 128) 2 Punkte im GZW verliert, steigert sich sein Sohn Huascaran (GZW 128) um einen Punkt. Weitere Töchter in der Exterieurbewertung verschaffen ihm ausserdem +3 Punkte im Fundament auf 103 und +2 im Euter auf 109. Mit seinem insgesamt sehr ausgeglichenen Vererbungsbild empfiehlt sich der Kalbinnenbullen als Allroundvererber. Die Euterspezialisten Don Juan (GZW 128, -2), Renwart (GZW 126, -4) und Rochus (GZW 123, -1), sowie die Allrounder in Rein- und Kreuzungszucht: Malfir (GZW 127, -4), Romtell (GZW 125, -3), Rurex (GZW 124, -7), Roch (GZW 123, -1), Monte (GZW 123, -2), Norik (GZW 121, -5), Robi (GZW 117, -1) und Hofherr (GZW 108, -1) verlieren jeweils etwas.

 

 

HOMORRY - Ottawa 

HOMORRY - Parry 

 

Gewinner dieser Schätzung sind unter anderem die beiden Hostress-Söhne Hogit (MV: Jonn ET, GZW 127 +2) und Homorry (GZW +/-0). Hogit empfiehlt sich als Kalbinnenbulle zur Verbesserung der Euteranlagen, Homorry besticht durch sehr ausgeglichene Vererbung. Eine Gruppe von 6 Homorry-Töchtern wurde im März in Ilshofen präsentiert, obwohl sich die Hälfte der Schaukollektion bereits in der zweiten Laktation befand überzeugt die Gruppe durch ihre Einheitlichkeit. Die Gruppe zeigte Homorry-Töchter als knapp mittelrahmige Tiere, die sehr gut in der Mittelhand ausbalanciert sind. Sie zeigen überraschend viel Körpertiefe und Bemuskelung und versprechen stabile Laufstallkühe zu werden. Die Trachtenvererbung ist deutlich überdurchschnittlich. Die Euter sind korrekt angesetzt. Die ausgestellten Zweitkalbskühe unterstrichen die Haltbarkeit der Homorry-Euter. Homorry kann die Milchmengenvererbung in dieser Schätzung trotz Abschreibung um + 28 kg steigern, auffallend sind die komplett positiven Fitnessmerkmale, die den Bullen zur universell verwendbaren Bluttlinienalternative in Reinzucht und exzellenten Partner für Kreuzungsbetriebe machen. Als Zusatzinformation sei die aktuelle Non-Return-Rate von 82 % im Wiedereinsatz von Homorry erwähnt.

 

HOFHERR - Marijke 136 

Unsere bereits durch Zweiteinsatztöchter bewährten Topbullen konnten ihre Zuchtwerte weitgehend halten und tauschen bestenfalls Plätze in den vorderen Rängen der Zuchtwertliste. Den deutlichsten Zuwachs kann Gebalot (GZW 143, + 4 Punkte) verzeichnen. Es sichern inzwischen mehr als 3.100 Töchter die sehr gute Milchleistungsvererbung des Fitnessvererbers ab. Auch Vanstein (GZW 140, +1 Punkt) steigert sich, er hat jetzt 1.894 Töchter in Milch, während bereits 105 Töchter aus dem Prüfeinsatz mit 7.872 kg und damit 700 kg über dem Herdenniveau ihre Leistungsbereitschaft in der 3. Laktation beweisen. Weinold (GZW 133; -5) überholt selbst Oldstar Humid (GZW 128) mit der Töchterzahl. Es sind mehr als 22.000 Töchter in der Schätzung enthalten, wobei bei 99.000 Weinold-Geburten allein in Bayern noch viele hinzu kommen dürften. Der Doppelnutzungsvererber Hulock (GZW 131, +4) macht in der Fitness einige Punkte gut. Erste Töchter aus dem Wiedereinsatz bestätigen Morbo (GZW 124, +3), sowie Moris (GZW 111, +3). Hofherr (GZW 108, -1) bestätigt seine Exterieurqualität weltweit in Fleckvieh- und Holsteinherden mit sehr guten Töchtern, in Holland erzielte kürzlich auf einem Farmverkauf die Hofherrtochter Marijke 136 das Höchstgebot von 2.200 EUR.

 

Gezielt können die beiden Malefiz-Söhne Mandy (GZW 141, MV: Randy) und Malibu (GZW 138, MV: Romen) ihre Vorteile in Milchmenge (Mandy) bzw. Fitness (Malibu) sowie Fundamentverberung sicher gezielt eingesetzt werden, bei beiden ist aber in der Anpaarung die Eutervererbung (99) zu beachten. Als Poldi-Sohn mit ordentlichen Exterieur ist Picco (GZW 124, MV: Stego) neu in der Liste, die übrigen Poldi-Söhne Polsee (GZW 126, +1), Pax (GZW 124, +4) und Postress (GZW 120, -4) entwickeln sich unterschiedlich. Als Linienalternative können Lorand (GZW 120, Lom x Randy), Ramig (GZW 122 Romello x Zaster) und der Malfinist-Sohn Magics (GZW 120) punkten. Magics (MV: Sinai, Streib-Sohn im Natursprung) zeigt seine Stärken in Fundament (114) und Euter (119).

 

Die nächste Zuchtwertschätzung ist am Dienstag, den 18.08.2009. Bis dahin wünschen wir Ihnen weiterhin ein glückliches Händchen in der Zuchtwahl.

 

Ihr Spermex Team