
Vom 16. -18.07.2010 fand das vierte Sommerfest der Nordisk Fleckvieh & Simmental Förening auf dem Fleckvieh- Milchbetrieb von Anne und Lars Jansson in Almunge statt.
Zu dieser Veranstaltung der Interessengemeinschaft waren neben allen Mitgliedern auch Frank Stumpenhusen und Wiebke Reins von der Firma Spermex eingeladen.
Nach der Ankunft am Freitag und gemütlichem Beisammensitzen am Abend, stand für den Samstag einiges auf dem Programm.
Zunächst ging es morgens zu Fuß zu der 500m entfernten neuen Schlachterei der Region. Die Besitzer führten durch die noch im Bau befindliche Schlachterei für landwirtschaftliche Nutztiere, erklärten die Arbeitsweise und beatworteten alle Fragen.
In der Schlachterei sollen zukünftig die Rinder, Schweine und Schafe der Region geschlachtet, aufgebrochen und zerlegt werden. Die Idee zu der Schlachterei entstand durch Anfragen der umliegenden Betriebe an die Betreiber, da die bisherige Schlachterei in Upsalla geschlossen und dadurch der Transportweg zum nächsten Schlachthof in Linköping zu lang wurde.
Nach Besichtigung der Schlachterei ging es auf eine nahe gelegenen Mutterkuhbetrieb, der vor einigen Jahren die ersten Fleckviehkühe von der Familie Jansson kaufte. Die Bullen werden ca. 20 Monate gemästet und mit einem durchschnittlichen Schlachtgewicht von über 450kg geschlachtet .
Der Höhepunkt des Sommerfestes erfolgte dann am Nachmittag auf dem Betrieb der Familie Jansson. Diese hatten aus ihrer Milchherde und der Nachzucht einige Tiere ausgewählt, welche dann von Frank Stumpenhusen, Geschäftsführer der Spermex GmbH, in einzelnen Gruppen gerichtet wurden.
Das Vorführen und Vorbereiten der Tiere erfolgte durch einige Kinder und Enkel der Mitglieder der Nordisk Fleckvieh & Simmental Förening, die unter Anleitung von Therese Fristrom mit viel Engagement mit den Tieren geübt hatten um sie gut zu präsentieren.
Neben der Rangierung der Tiere sprach Herr Stumpenhusen auch über die Rasse Fleckvieh und die Zuchtziele als bedeutenste Doppelnutzungsrasse weltweit. Am Beispiel der aufgestellten Tiere wurde vor allem über die Bedeutung der Zucht auf funktionale Merkmale gesprochen.
 |  Cellerina 05 (Waterberg x Husaldo)
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Dieses Thema wurde in dem anschließenden Beitrag der örtlichen Tierärztin fortgeführt und am Abend beim gemeinsamen Grillen von den Mitgliedern weiter diskutiert.
Am Sonntagmorgen stand dann zum Abschluss noch die Besichtigung eines Holsteinbetriebes auf dem Programmpunkt, auf dem seit 2001 mit einem Roboter gemolken wird. Auf diesem ökologisch geführten Betrieb mit einer durchschnittlichen Herdenleistung von ca. 11.000kg Milch kommen die Tiere täglich mind. 4 Std. auf die Weide. Ohnehin ist die Weidehaltung in Schweden im Sommer Pflicht. Auf konventionellen Betrieben müssen die Kühe 4 Monate Auslauf haben und auf ökologischen 6 Monate.
Ein ganz großes Dankeschön geht an die Familie Jansson, die uns zu dieser netten, familiären Veranstaltung eingeladen hat, uns und andere beherbergt hat und ein sehr abwechslungsreiches und interessantes Programm auf die Beine gestellt hat.
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