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Kreuzungsherde
Kreuzungsherde

11.02.2017

Betriebsreportage "De Oolde Hof" Holland

Der Milchviehbetrieb “De Oolde Hof “  der Familie Smeenk  in Makkinga investiert viel Zeit um den Betrieb zu optimieren. Wachstum, Arbeitserleichterung, sowie der Tätigkeit als Vorstand neben den Betrieb und die Einkreuzung von Braunvieh.  Alles mit dem Ziel den Betrieb gesund zu halten und Freude an der täglichen Arbeit zu haben.

Zur Geschichte des Betriebes


1993 ist die Familie Smeenk von Osthollandischer “ Achterhoek “ nach Makkinga in Nordwesten Frieslands umgesiedelt. Der alte Betrieb in Lochem umfasste 60 Milchkühe und Mastschweine, aber einer schlechten Flächenverteilung. Um den Milchviehbetrieb erweitern zu können hatte man in Friesland bessere Chancen. Mittlerweile  haben Gerben und Willyande Smeenk den Betrieb von Gerbens Eltern übernommen und führen das Unternehmen zusammen mit einer Teilzeit Arbeitskraft, einigen Schüler und wenn nötig hilft Gerben’s Vater noch mit.
‘Wir sind mit einer reinen MRIJ (Doppelnutzung Rotbunt) Herde nach Friesland gekommen, davon waren einige bereits mit Red Holstein gekreuzt. Später wurde komplett mit Holstein gekreuzt. So entstand eine Herde mit der wir eigentlich zufrieden waren“ sagt Gerben. “Es kam aber eine Zeit, da sind wir bei der Bullenauswahl für unsere Herde immer wieder bei den gleichen Bullenvätern gelandet.  Schließlich fand ich es 2009 sehr schwierig Bullen zu finden, die mein Zuchtziel erfüllten: hohe Inhaltstoffe, gute Fruchtbarkeit, sehr gutes Exterieur und auch positiv in den Sekundärmerkmalen.  Wir sind dann immer wieder bei der Bullenauswahl auf das Inzucht Problem gestoßen. Deswegen habe ich mich entschlossen mich auf andere Rassen umzuorientieren. Ich möchte eine problemlose Herde. Meine Philosphie ist, dass man die beste Kuh in der Herde nicht kennt, da sie nicht auffälig ist. Sie läuft einfach in der Herde mit und so dass man wenig Arbeit mit ihr hat. Zudem wurden die Holsteins immer schärfer, erreichten immer schneller die Höchstleistung und wurden damit immer anfälliger. Das alles passt nicht zu unseren Zielen und zu unserer Philosphie.

Brown Swiss


‘Ich erhielt den Tipp mir Braunvieh genauer anzusehen. Über Albert Zents aus Vorden, einen fanatischen Braunviehzüchter in Holland, habe ich schließlich GGI-Holland kontaktiert. Das Deutsche Braunvieh hat einen guten Typ, bietet mehr Eiweiß und ist robuster. Am Anfang haben wir mit dem Bullen Anpaarungsprogramm die erste Bullenauswahl gemacht. Alle Kühe mit weniger Milch wurden mit Holstein Bullen besamt, die Kühe mit höherer Milchleistung wurden mit einem Braunviehbullen belegt.
Es folgt eine Erklärung ”Ich habe den Eindruck, dass eine Holstein Kuh immer versucht die maximale Leistung zu erbringen, auch wenn die Bedingungen hierfür nicht ausreichend sind,  begleitet von allen negativen Folgen. Eine Braunvieh Kuh macht das weniger und schützt ihr eigenen Körper in solchen Situationen. Beim Braunvieh ist die Landwirt bestimmender für was rauskommt."


"Angefangen haben wir auf unserem Betrieb mit dem Braunviehbullen Prohuvo. Die 25 Nachkommen (5 Färsen und weitere Kühe in der  2. , 3. und 4. Laktation.) leisten im Schnitt (305 Tage) 9.811 kg Milch bei 4.69% Fett, 3,67 % Eiweiss. Sie liegen hiermit insgesamt 3 % über dem Herdendurchschnitt. 
‘Das macht uns sehr zufrieden ! “ sagt er begeistert. “Die F2 Tiere, also die Rückkreuzungen mit Holstein, leisten auch gut und sind auch vom Typ her einheitlich. “
 ‘Die Holstein Färsen haben hier immer 8.000 kg geleistet. Als wir mit Braunvieh anfingen hat Albert Zents uns gewarnt. Er sagte die Kreuzungsfärsen werde den Schnitt auf  7.000 kg senken, aber die 2. Kalbskühe werden etwa 9.000 kg melken und die ältere Kühe ohne Probleme die 10.000 kg überschreiten. Und genau das ist eingetreten!  Zudem sind die Euter der Zweitkalbskühe kaum größer als die der Färsen. Seitdem wir eine TMR füttern ist auch die Färsenleistung wieder auf über 8.000 kg angestiegen.
Die Betriebsbedingungen und das Management sind wichtiger als die genetische Milchveranlagung!


Niedrige Remontierung


Der gleitender Herdendurchschnitt aller 136 Kühe liegt aktuell bei 10.200 kg bei 4,72 % Fett und 3,75 % Eiweiß. "Die ganze Herde hat mittlerweile zwischen 25 und 50 % Braunviehblut “ erzählt Gerben. “Wir versuchen das was wir machen auch so gut wie möglich zu machen: das ist unsere Herausforderung. Was auffällt ist unsere Remontierung, das ist der wirkliche Gewinn des Einkreuzens. Die Remontierungsrate liegt bei nur 17 % und die Lebensleistung aller verkaufte Kühe liegt bei 44.000 kg. Unseres Ziel liegt aber bei 50.000 kg Lebensleistung. Weil wir aufgrund der Langlebigkeit nur wenige Kühe ersetzen müssen, ziehen wir nur 3 weibliche Kälber pro Monat auf. Das reicht für 150 Milchkühe. Die Kalbeprobleme sind mit Braunvieh auch geringer als mit Holsteins und die Bullenkälber bringen hier ähnliche Preise wie Holstein Kälber. Die sind super vital und wachsen sehr gut. Auch weiß-blaue Belgier kann man gut auf Braunvieh einkreuzen, die kalben gut und sind auch von der gewünschten.

Der Wellness Stall – spezieller Kuhkomfort für frischmelkende Kühe


„Um die Produktionsbedingungen für die Kühe zu optimieren haben wir 2015 einen Tiefstreustall für die frischmelkenden Kühe gebaut. Diese bleiben nach dem Kalben noch alle eine Monat im Strohstall. In diesem ersten Monat der Laktation können wir die Voraussetzungen schaffen für eine höhere Leistung. So starten in diesem “Wellness Bereich “ die Kühe deutlich besser in die Laktation, was sich in einer höheren Laktationsleistung bemerkbar macht.  Letztes Jahr konnte so die Leistung um 1300 kg gesteigert werden.  Der Strohstall und die Umstellung auf eine Kompakt-TMR mit Wasser erleichtern es das große Leistungspotenzial auszuschöpfen. “ Gerben fährt fort: „Da ich für die Arbeit als Vorstand viel unterwegs bin, haben wir genaue Arbeitsprotokolle angefertigt. Sowohl für das korrekte Management der Kühe als auch für die Kälber. So weiß jeder wie alle Aufgaben erledigt werden müssen. Das alles hilft uns mögliche Probleme zu vermeiden und die Grundlage für eine optimale Leistung der Tieren zu schaffen.  Bei uns funktioniert dies sehr gut und wir alle arbeiten mit sehr viel Freude mit unseren Braunen Kühen!

Bulleneinsatz:
•    Melkende kennen zum grossen Teil Prohuvo und Vigor als Vater
•    Rinder von Zephir und Vigor
•    Aktuell im Einsatz u.a. Vanpari und Hacker, Harley, Payssli, Jeroen, Event

 


Betriebsspiegel:
-    140 Kühe in Milch
-    65 Stück Jungvieh
-    61,5ha Grünland und 11,5ha Mais
-    Durchschnittliche Milchleistung (305 Tage): 10,200kg Milch 4,72% Fett und 3,75% Eiweiß

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