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Fleckvieh: HOFHERR
Fleckvieh: HOFHERR

07.08.2017

Fleckvieh in PERU


Chachapoyas / Peru

Am 4. und 5. August 2017 fand in Chachapoyas im Gebiet Amazonas der erste internationale Kongress der Rasse Fleckvieh in Peru statt. Außerdem wurde die zweite nationale Fleckviehschau des Landes abgehalten.


Der von der Universität Chachapoyas organisierte Kongress wurde international begleitet durch den Weltpräsidenten Fred Schütze aus den USA sowie Vertretern der deutschen und österreichischen Rinderzucht. Die Fleckviehpopulation in Peru ist zwar noch vergleichsweise klein, befindet sich aber deutlich im Aufwind. Gerade die einzigartige Fähigkeit in der Doppelnutzung macht Fleckvieh zu einer idealen Rinderrasse in Peru, wo Rinderzucht in ganz unterschiedlichen Klimazonen von Normal Null bis hin zu den Hochebenen auf 4.000 m stattfindet. Im Küstengebiet sind größere Rinderherden zu finden, während in den Bergregionen kleine Betriebsstrukturen mit 5 Kühen im Durchschnitt vorherrschen.


Anlässlich des Kongresses wurde neben der Vorzüglichkeit der Rasse Fleckvieh auch die Schaffung züchterischer Strukturen besprochen. Fred Schütze lud die Verantwortlichen in Peru ein, der Welt-Fleckviehvereinigung beizutreten. Wichtige Aufgaben bestehen nun in der Gründung eines nationalen Zuchtverbandes, der die Interessen der Züchter berücksichtigt, sowie die Erfassung von Leistungsdaten in den Fleckviehbetrieben, wie sie schon bei anderen Rassen besteht. Deutschland und Österreich werden die peruanischen Fleckviehzüchter in ihren Bemühungen vielfältig und aktiv unterstützen.

 
Bei der am zweiten Tag stattfindenden Tierschau wurden knapp 200 Fleckviehtiere aufgetrieben, die von Ernst Grabner aus Österreich sehr routiniert und mit viel Motivation nach unseren Zuchtzielen in der Doppelnutzung gerichtet wurden. Die ausstellenden Betriebe haben dabei zum Teil Anfahrtswege von bis zu 18 Stunden auf sich genommen. Bedenkt man die noch sehr begrenzte Population war die Qualität auf dieser Ausstellung beachtlich. Die vorhandene Genetik stützt sich zum einen auf erste Importe in den 1960er Jahren und zum anderen aus Genetikzukauf in den 90er Jahren und dem Import von Embryonen Anfang der 2000er. Samenimporte aus Deutschland und Österreich sind erst seit einem Jahr wieder möglich, nachdem Veterinärabkommen mit der SENASA in Peru verabschiedet wurden, und somit nach etwa 10 Jahren veterinärmäßig bedingter Durststrecke endlich wieder eine Zusammenarbeit beim Genetikaustausch stattfinden kann. In der Zwischenzeit wurden immer wieder Tiere aus Kolumbien zugekauft, wo Fleckviehzucht in der Doppelnutzung mit deutsch-österreichischer Unterstützung schon seit mehr als 20 Jahren sehr aktiv betrieben wird. Einige erstklassige Exemplare auf der Schau in Chachapoyas stammten ebenfalls aus diesen Importen.


So wurde der Grand Championbulle „UNTRM Hofherr Safiro Tamara 1065“ aus Kolumbien zugekauft. Es handelt sich dabei um einen hervorragend entwickelten Hofherr-Sohn. So kann der starke Typvererber Hofherr nun nach seinen diversen Schauerfolgen vor allem in Italien, Frankreich und Kolumbien ein weiteres Land in seiner langen Liste von Trophäen hinzufügen: Peru!


Bei den weiblichen Tieren konnte deutsche Genetik einen weiteren Erfolg feiern. Die fünfjährige Hippo-Tochter „UNTRM Vandol Safiro Alta Gracia TE“ konnte sich am Ende gegen starke Konkurrenz durchsetzen. Neben dieser extrem starken Typkuh gefiel auch die Klassensiegerin „UNTRM Vandol Rodeo Lucrecia TE“ mit ihrem hervorragenden Voreuter. Vandol wurde gleichfalls stark und erfolgreich in Kolumbien eingesetzt. Beeindruckend auch, dass diese Siegertiere vom Universitätsbetrieb in Chachapoyas stammen, wo neben erstklassiger wissenschaftlicher Arbeit auch ein sehr guter Grundstein für die züchterische Weiterentwicklung der Rasse Fleckvieh in Peru gelegt wird. Aber auch allen anderen Ausstellern ist sehr großer Respekt für ihre Tiere und die Begeisterung zu zollen, die sie bei der Vorbereitung und Präsentation zeigten.
Spermex und Genetic Austria arbeiten in Peru mit zwei unterschiedlichen Partnern, werden aber gemeinsam die peruanische Fleckviehzucht in ihren Bemühungen unterstützen und den Weg der Doppelnutzung in der Genetik konsequent weiterverfolgen, damit der Grundstein für die positive Entwicklung der Rasse gelegt wird.
Besonders erfreulich sind schon mal die ersten Rückmeldungen bezüglich der Befruchtung des Samens. So wurde aus den ersten beiden Lieferungen der Spermex nach Peru vor allem Samen von Everest, Wildnis, Williams und Pazifik stark nachgefragt. Spermex ist in Peru durch seinen Partner „Forma Lechera“ bestens vertreten. Die Distribution des Samens in allen Teilen des Landes wird so gewährleistet. Geschäftsführer Climaco Cardenas Cardenas leistet zudem erstklassige Arbeit bei der züchterischen Beratung der passenden Genetik unter den verschiedenen Umweltbedingungen in Peru: Basis für eine erfolgreiche Zukunft der Rasse!


Ein ganz herzlicher Glückwunsch an die peruanischen Fleckviehzüchter für die gezeigte Qualität auf der zweiten nationalen Fleckviehschau und das enorme Engagement! Daneben gebührt der Universität von Chachapoyas Dank und Gratulation für die exzellente Vorbereitung und Durchführung der Schau.
Wir sind überzeugt, dass der Fleckviehzucht in Peru eine sehr gute Zukunft bevorsteht.


Frank Stumpenhusen




Peru
Peru
Peru
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Peru
Peru
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Messestand
Messestand
Grand Championbulle Vater Hofherr
Grand Championbulle Vater Hofherr
Universitätsgelände Chachapoyas auf 2300 m Höhe
Universitätsgelände Chachapoyas auf 2300 m Höhe
Vandol- Tochter
Vandol- Tochter
Links Grand Champion Hippo-Tochter, rechts Reservechampion Vater unbekannt
Links Grand Champion Hippo-Tochter, rechts Reservechampion Vater unbekannt
Reisfelder
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Internationales Interesse an der Schau
Internationales Interesse an der Schau
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