Agroexpo Kolumbien

09
Aug
2019

Deutsche Fleckviehgenetik erfolgreich in Kolumbien

Konzentration bei Tier und Vorführer

Agroexpo Bogota

Auf der diesjährigen Agroexpo in Bogota und bei anschließenden diversen Betriebsbesichtigungen wurde wieder einmal deutlich, wie erfolgreich Fleckviehgenetik unter den unterschiedlichen klimatischen Bedingungen in Kolumbien sowohl in Reinzucht als auch in der Kreuzung mit anderen Milchrassen und mit zebuinen Rassen ist.

Entscheidung junge Klassen

Agroexpo 2019

Als Preisrichter für die Fleckviehschau auf der Agroexpo 2019 wurde Florian Götz vom kolumbianischen Verband AsoSimmental eingeladen. Eine große Ehre und hervorragende neue Erfahrung für den bekannten Züchter, Preisrichter und langjährigem Vorsitzenden der bayerischen Jungzüchter. Die Aufgabe führte Florian Götz mit Bravour, sehr viel Engagement und klaren, zügigen Richtentscheidungen aus und konnte dabei den zahlreichen Besuchern auf den Rängen mit seinen Kommentaren das Zuchtziel in der Doppelnutzung beim Fleckvieh und die Feinheiten in den Einzelentscheidung prägnant erläutern.

Preisrichten 1

Es wurden ca. 30 männliche und knapp 150 weibliche Fleckviehtiere in über 40 Einzelklassen ausgestellt. Der Doppelnutzungstyp wurde hervorragend demonstriert und vor allem in der Spitze war die Qualität beeindruckend. Bei den Vätern der Ausstellungstiere dominierten deutsche und österreichische Bullen. Vor allem Everest und Walch waren stark vertreten, aber auch Mint und Huldig stellten etliche Spitzentiere.

Reservesiegrin alt Everest-Tochter

Großer Erfolg für Everest-Nachkommen auf der Agroexpo!

Everest-Töchter standen in mehreren Klassen an der Spitze, in einer einzelnen gar 4 hintereinander. Des Weiteren konnte eine Everest-Tochter von Diego Lopez den Reservesieg bei den erwachsenen Tieren stellen, und von La Rosita stammte die beste Gruppe eines Betriebes, ebenfalls mit Everest-Töchtern bestückt.

Sehr erfreulich , dass der Zuschauerbesuch und die Stimmung nach zwei Jahren Pause hervorragend waren. Florian Götz zeigte sich bei seiner ersten Südamerikareise beeindruckt von der exzellenten Qualität in der Spitze und dem Engagement der Züchter in Kolumbien.

typische Landschaft Rionegro

Deutsche Fleckviehgenetik bewährt sich unter diversen Praxisbedingungen

An den kommenden Tagen hatten wir Gelegenheit, einige Betriebe in der Provinz Antioquia zu besuchen, die mit Fleckvieh sowohl in Reinzucht als auch in Kreuzungszucht mit anderen Milchrassen und vor allem mit zebuinen Rassen arbeiten. Dabei zeigte sich wieder einmal die te Anpassungsfähigkeit von Fleckvieh in verschiedenen Haltungssystemen und bei sehr unterschiedlichen klimatischen Bedingungen. Bei besten Fütterungsgrundlagen und gemäßigtem Klima zeigen sich dabei Milchleistungsergebnisse die denen bei uns nicht nachstehen. Dies zeigt sich besonders beim konsequenten Einsatz bester Genetik durch künstliche Besamung und ET. Florian Götz war hocherfreut, bei den Betriebsbesuchen auch Genetik aus dem eigenen Zuchtstall zu sehen. So hat der Bulle Hutera auch in Kolumbien allerbeste Zuchtprodukte geliefert, und das, obwohl Sperma des Bullen dort nur sehr begrenzt verfügbar war. Auf Betrieben wir bei Inversiones JAIBU zeigt sich zudem, wie konsequenter Einsatz von Spitzengenetik, die zudem in die entsprechende Umwelt passt, zu züchterischen Erfolgen führt. Hier zeigte sich nicht nur der in Kolumbien mittlerweile fast überall präsente Doppelnutzungstyp in Vollendung, sondern auch eine erheblich verbesserte Fundament- und Euterqualität der bereits über 3-4 Generationen durchgezüchteten Linien.

Fachsimpeln unter Züchtern

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für die gut organisierte Tour und wie immer für die außerordentliche Gastfreundschaft auf den Betrieben und die regen Diskussionen mit den Züchtern!